Publikation zur Simulation von Smarten Produkt-Service-Systemen bei der Pro-VE 2021 erfolgreich eingereicht

Im Rahmen der Verbundprojekts „Harmonisierung der Entwicklung von komplexen Produkt-Smart-Service-Systemen bei KMU“ (SmartHaPSSS) haben das Institut für Angewandte Informatik e.V. in Zusammenarbeit mit dem Universitätsrechenzentrum der Universität Leipzig erfolgreich eine Publikation bei der „22nd IFIP/SOCOLNET WORKING CONFERENCE ON VIRTUAL ENTERPRISES“ (Pro-VE) eingereicht. Die diesjährige Konferenz in Saint Etienne, Frankreich, trägt den Titel „Smart and Sustainable Collaborative Networks 4.0“.

In der eingereichten Publikation zum Thema „Simulating Impact of Smart Product-Service Systems“ beschreiben die Autoren die Entwicklung ihrer neuartigen, anwenderfreundlichen niedrigschwelligen Simulationsmethode unter Zuhilfenahme eines „Design Science Research“-Ansatzes. Ziel ist die essentielle Verbesserung der Methoden zur Geschäftsmodellsimulation von smarten Produkt-Service-Systemen, denen aktuell oftmals notwendige prozessuale sowie organisatorische Informationen zur Ausgangslage und Zielstellung von Unternehmen fehlen. Bei der Simulation und Bewertung von Geschäftsmodellen smarter PSS stehen neben der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells in Bezug auf ökonomische Faktoren auch ökologische Faktoren im Fokus. Zudem werden große Verknüpfungspotentiale zwischen potentiellen Wizards zur Dokumentation von Geschäftsmodellen, bereits existierenden Geschäftsmodellentwicklungsmethoden und neuartigen Simulationsmethoden aufgezeigt. Ein simuliertes Beispiel zum Geschäftsmodell einer „Leih-Bohrmaschine“ belegt die intuitive Anwendungsweise der neuen Methodik und schließt die Publikation ab.

Das Autorenteam wird bei der Konferenz im November 2021 in Saint Etienne vertreten sein und ihre Einreichung wird als Teil einer Konferenzpublikation im Springer-Verlag im Nachgang auch der breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Für den wissenschaftlichen Austausch steht das Autorenteam unter der folgenden Kontakt-E-Mailadresse gerne bereit: Zinke@infai.org

WiSo-Team engagiert sich im Forschungsprojekt „SmartHaPSSS“

https://www.wiso.rw.fau.de/2020/07/28/wiso-team-engagiert-sich-im-forschungsprojekt-smarthapsss/

Ein neues Produkt entwickeln und gleichzeitig die passende Servicedienstleistung dazu planen. Wie das in kleinen und mittleren Unternehmen gelingen kann, untersuchen Forschende an der WiSo. Das Forschungsprojekt „Harmonisierung der Entwicklung von komplexen Produkt-Smart-Service-Systemen bei KMU“ (SmartHaPSSS) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 2 Millionen Euro gefördert.

Das Forscherteam um Prof. Dr. Angela Roth, Prof. Dr. Kathrin Möslein und Dr. Martin Schymanietz, alle Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Innovation und Wertschöpfung, sowie Prof. Dr. Markus Beckmann und Dr. Peter Wehnert, beide Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management, arbeitet in dem Verbundprojekt mit dem Institut für Angewandte Informatik (InfAI), dem Universitätsrechenzentrum der Universität Leipzig sowie der REHAU Gruppe, einem Polymerspezialist, der Lösungen für die Bereiche Bau, Automotive und Industrie herstellt,  und der Intershop Communications AG, einem B2B Omnichannel-Commerce-Anbieter, der Kundenportale für Hersteller und Großhändler als Cloudlösung anbietet, zusammen.

Gemeinsam wollen sie innovative Geschäftsmodelle entwickeln, in denen die Entwicklungsprozesse unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten für Produkte und Services eng miteinander verzahnt sind. Bisher laufen diese Prozesse meistens getrennt voneinander – auch wenn beide Bereiche im Zug der Digitalisierung immer intelligenter werden.

Welche Prozesse können harmonisiert werden? Wer muss wann mit wem sprechen? Wann soll ein Workshop stattfinden? Was kann eine Computersimulation zeigen? Wie werden Produkte und Dienstleistungen möglichst langlebig und ressourceneffizient? Mit diesen und anderen Fragestellungen aus der Praxis setzt sich das Forschungskonsortium auseinander und entwickelt passende Konzepte – zum Beispiel für ein intelligentes Warenregal, das selbstständig Waren abrechnen und nachbestellen kann.

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.